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19.09.2022 News

Eh­rung von Ivica Osim

Er war ein außergewöhnlicher Trainer und Mensch. Zu Ehren Ivica Osims wird nun der Platz vor dem Liebenauer Stadion nach dem Jahrhunderttrainer des SK Sturm Graz benannt. Auch eine Umbenennung des südlichen Teils der Conrad-von-Hötzendorf-Straße wird geprüft.

Die Bedeutung von Ivica Osim für die Grazer Bevölkerung wurde bei der Abschiedsfeier im Liebenauer Stadion ersichtlich. Tausende Menschen haben ihre Trauer über sein Ableben zum Ausdruck gebracht. Auch im Grazer Gemeinderat hat man den Jahrhunderttrainer in einer Trauersitzung geehrt. Im ersten Gemeinderat nach der Sommerpause folgt nun der nächste Schritt: der Stadionvorplatz wird Osim gewidmet, eine Statue mit Zitat ist in Planung. Darüber hinaus wird die Benennung eines Teils der Conrad-von-Hötzendorf-Straße nach Ivica Osim unter Einbindung der Anrainer*innen geprüft.

"Ivica Osim war viel mehr als ein erfolgreicher Trainer, er war Menschenfreund und Humanist, der sich gegen Krieg, Nationalismus und Rassismus stellte. Es liegt auch an uns als Stadt Graz, sein Andenken in einer würdevollen Form zu wahren."
Gemeinderat David Ram

Friedensstifter statt Kriegsbetreiber

Die Conrad-von-Hötzendorf-Straße ist eine der prominentesten Straßen auf der Liste belasteter Straßennamen in Graz. Conrad von Hötzendorf war einer der engagiertesten Betreiber eines Präventivkrieges gegen Italien und Serbien. Auch weil wir in einer Zeit leben, in der Krieg mitten in Europa herrscht, wäre die Umbenennung ein wichtiges Zeichen.

Was die Grünen dazu beitragen

Der dringliche Antrag wird zwar von David Ram, unserem Gemeinderat und Sprecher für Sport, eingebracht, ist aber als überparteilich zu betrachten und wird von der gesamten Stadtregierung unterstützt. Dennoch sind einige Aspekte im Antrag eindeutig Grün. So soll etwa geprüft werden, ob die Straße zur Allee gemacht werden kann. Damit kommt nicht nur ein neuer Straßenname, sondern auch neue Bäume.

Unterstützung und Gespräche

Natürlich wäre die Umbenennung der Conrad-von-Hötzendorf-Straße mit Aufwand verbunden. Im gesamten Prozess werden Bewohner*innen eingebunden und bei möglichen Ummeldungen und Änderungen bei Drucksorten oder Visitenkarten unterstützt. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner hat auch einen Gesprächstermin mit Vertretern des GAK vereinbart, um mögliche Konflikte zu verhindern.

Redaktion Die Grazer Grünen
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