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18.03.2022 News

Ein kul­turelles und soziales Zen­trum für Rein­ing­haus

Projektentwicklung Tennenmälzerei

Die Tennenmälzerei in Eggenberg, ein denkmalgeschütztes Gebäude aus dem Jahr 1888, hat eine bewegte Geschichte: ursprünglich Stätte zur Malzherstellung, diente sie in den dunklen Jahren des 2. Weltkriegs als Lazarett für hier eingesetzte Zwangsarbeiter*innen – und wurde in den letzten Jahren zum Sehnsuchtsort für viele Ideen und Projekte. Im neuen Stadtteil Reininghaus ist die Tennenmälzerei aufgrund ihrer Lage und ihres besonderen baulichen Charakters prädestiniert zu einem kulturellen und sozialen Zentrum für die Menschen vor Ort zu werden.

Im Sinne der Ziele der neuen Koalition Graz gemeinsam mit den hier lebenden Menschen sozialer, ökologischer und lebenswerter zu entwickeln, soll hier auf 2.300 m² ein Platz der Begegnung, der kulturellen Initiativen und Stadtteilarbeit entstehen.

Gemeinsam mit Expert*innen aus unterschiedlichen Bereichen, Bezirksvertreter*innen, mit Aktivist*innen, Interessierten und allen voran den Anrainer*innen wollen wir die Tennenmälzerei zu einem lebendigen und zukunftsorientierten Treffpunkt und einem Begegnungszentrum entwickeln. Der Prozess soll partei- und ressortübergreifend niederschwellig und transparent gestaltet werden – neben dem Park soll die Tennenmälzerei Teil der kulturellen Identität des neuen Stadtteils sein. Auch internationale Best-Practice-Beispiele könnten hier einfließen“, betont die zuständige Stadträtin Vizebürgermeisterin Judith Schwentner.

Bürgermeisterin Elke Kahr erklärt: „Mit der Tennenmälzerei steht in diesem Stadtteil ein ganz besonderes Gebäude zur Verfügung. Die Menschen, die dort leben, bekommen nicht etwas vorgesetzt, sondern können selbst mitreden, was ihnen wichtig ist.“

SPÖ Vorsitzender Michael Ehmann sieht ebenso das große Potential: „Die Tennenmälzerei kann und soll als ein erlebbarer Ort der Begegnung ein pulsierendes Herzstück von Reininghaus werden, in diesem neuen Stadtteil Vergangenheit mit Gegenwart verbinden und so Zukunft stattfinden lassen – dafür treten wir schon seit Jahren ein. Deshalb ist ein breiter Ideenfindungs- und Meinungsbildungsprozess so wichtig.“

Zahlreiche, hochwertige Projekte und Ideen sind in den letzten Jahren entwickelt worden- stellvertretend seien hier nur der Kulturdialog Reininghaus, die Initiative Reiningherz und die Idee eines Industriemuseums genannt. In einem nächsten Schritt wird eine breit aufgestellte Arbeitsgruppe unter der Leitung der Stadtbaudirektion diese und neue Projekte sichten und Workshops und Veranstaltungen mit den Projektverantwortlichen und den Anrainer*innen organisieren. Parallel dazu gilt es die stadteigene Infrastruktur – wie eine Bibliothek – zu integrieren.

Im Laufe eines Jahres soll aus all diesen Inputs ein tragfähiges Konzept entwickelt werden, auf dessen Basis 2023 der Planungswettbewerb ausgeschrieben wird. Der Spatenstich schließlich soll noch im Rahmen dieser Legislaturperiode erfolgen.

Nicole Lutnik-Höfler

Büroorganisation

nicole.lutnik-hoefler@stadt.graz.at
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