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12.09.2022 News

So spart Graz Ener­gie

Die Grazer Stadtregierung hat heute in einer Pressekonferenz die „Energie-Frühwarnstufe“ aktiviert. Sie bildet die erste von drei Stufen, die kommenden Winter für einen effizienteren Umgang mit Energie sorgen.

Die Stadt Graz geht mit gutem Beispiel voran und spart dort Energie, wo es ihr möglich ist. Über den Sommer wurde von Vertreter*innen des behördlichen Führungsstabs und Mitarbeiter*innen des Umweltamts, der Holding Graz sowie von der Energie Graz ein Drei-Stufen-Plan ausgearbeitet, der einen effizienteren Umgang mit Energie ermöglicht. Mit der Frühwarnstufe ist die erste Stufe des Plans bereits aktiv, die Stufen 2 und 3 (Alarm- und Notfallstufe) können im Falle einer Verschlechterung der Energieversorgungslage ausgerufen werden. Allein mit den Maßnahmen der Frühwarnstufe kann der jährliche Energieaufwand von insgesamt 1500 Grazer Haushalten eingespart werden. Hier findest du die Maßnahmen im Detail.

Beleuchtung öffentlicher Gebäude

Es findet weiterhin eine tägliche Beleuchtung statt. Diese wird jedoch nicht gleich bei Dämmerung eingeschalten, sondern eine Stunde später. Außerdem wird die Beleuchtung eine Stunde früher als bisher beendet (je nach Schaltgruppe war das zwischen 22 und 0 Uhr).

Weihnachtsbeleuchtung

Bisher wurde die Beleuchtung am Donnerstag zehn Tage vor dem 1. Adventsonntag gestartet. Künftig wird die Weihnachtsbeleuchtung am Freitag, zwei Tage vor dem 1. Adventsonntag, eingeschalten. In der Vergangenheit unterschied sich die tägliche Leuchtdauer je nach den Standorten. Künftig sind die Beleuchtungszeiten überall in der Stadt einheitlich: von 16 bis 22 Uhr.

Energiesparen in öffentlichen Gebäuden

In der Gebäudeverwaltung wurden in den vergangenen Jahren bereits viele Schritte gesetzt, um Energie einzusparen. Das Haus Graz will dennoch mit einer Vielzahl weiterer Maßnahmen mit gutem Beispiel vorangehen. Hierzu ist unter anderem Folgendes geplant:

 

  • Interne und externe Informationskampagnen zum Thema Energiesparen für die Mitarbeiter*innen im Haus Graz sowie die Grazer Bevölkerung
  • Die Gänge werden künftig nur noch so weit geheizt, wie dies zur Verhinderung von Schäden (insbesondere durch Frost) notwendig ist. Ausgenommen davon sind Wartebereiche für Kund*innen.
  • Absenkung der Raumtemperatur in WCs
  • Abschalten der Untertischboiler in WCs (nur Frostschutz)
  • Verbot der Verwendung von Zusatzheizsystemen wie Radiatoren
  • Reduktion der Verwendung von Kühlschränken in Dienststellen
  • Einsparungen bei städtischen Druckern: Standby-Modus nach einstündiger Inaktivität, Auto-Off wochentags zwischen 17 und 6 Uhr, einheitliche Voreinstellung von zweiseitigem Schwarz-Weiss-Druck
  • Es gilt die generelle Empfehlung, Büros während der Heizperiode auf maximal 21 Grad Celsius zu heizen. Diese Empfehlung gilt nicht für Schulen und städtische Kinderbetreuungseinrichtungen.
  • Es gilt die generelle Empfehlung, selten genutzte Räume, wie Besprechungszimmer, wenig oder nicht zu beheizen.
Wasser- & Lufttemperatur in öffentlichen Hallenbädern

In allen öffentlichen Hallenbädern werden Wasser- und Lufttemperatur um jeweils ein Grad Celsius abgesenkt.

Elektronische Werbung im öffentlichen Raum

Die städtischen Beteiligungen „Ankünder GmbH”, die „Messe Congress Graz Betriebsgesellschaft” sowie die „Stadion Liebenau GmbH” prüfen konkrete Maßnahmen. Die Werbeflächen werden künftig in den Nachstunden gedimmt oder gänzlich ausgeschalten.

WLAN und WIFI in städtischen Betrieben

Eine Abschaltung während der Nachtstunden wird derzeit von der städtischen „CityCom” sowie der „ITG Graz” geprüft.

Vorbereitung eines Verbots von Outdoor-Heizungen in Wintergastgärten

Mit Ende des Jahres 2022 enden die derzeitigen Gestattungsverträge des Straßenamts mit den Gastronomen. Ab 2023 werden „Heizschwammerln” nicht mehr erlaubt werden, sofern im Bund zumindest die Energie-Frühwarnstufe aktiv ist.

Politische Gespräche mit Stakeholdern nach dem Ressortprinzip

Die Mitglieder der Stadtregierung sind ersucht worden, sich in ihren Ressorts mit den relevanten Stakeholdern auszutauschen, welche Möglichkeiten der Energieeinsparung realisierbar sind. Erste Sondierungsgespräche haben vielerorts bereits stattgefunden.

"Energiesparen ist das Gebot der Stunde, denn die Folgen des Klimawandels und die Auswirkungen des russischen Angriffskrieges gegen die Ukraine treffen uns alle! Ich bin überzeugt, dass wir als Stadt hier als gutes Vorbild voranschreiten müssen, um alle Grazerinnen und Graz zu einem sparsamen Umgang mit Energie bewegen zu können. Denn für mich ist klar: Die Energiekrise können wir nur gemeinsam meistern."
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner
Redaktion Die Grazer Grünen
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