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04.05.2022 News

Verkehrs­beruhi­gung in Schul­straßen - Lend macht's vor

Straßen sind für alle da, vor allem der Straßenraum vor Schulen. Dieser kann dann während der Schulzeit für Pausenaufenthalt, Unterricht im Freien oder verschiedene Schulprojekte verwendet werden. Das zeigen verschiedene Schulen während des Lendwirbels.

Bereits seit 2017 werden im Zuge des Lendwirbels Schulstraßen an verschiedenen Schulen (VS Gabelsberger, VS Hirten, MS Fröbel und die Gymnasien Modellschule und Klex) getestet. Nach einer pandemiebedingten Pause werden die Schulstraßen nun wieder von 7 bis 17:00 Uhr vom Kfz-Verkehr befreit. Lehrpersonal und Schüler*innen sind vom Projekt generell begeistert: aus Parkplätzen und kaum befahrenen Straßen wird belebter öffentlicher Raum unmittelbar vor der Schule, auch die Sicherheit des Schulweges wird dadurch erhöht.

Kinder im Fokus

Es sind Projekte wie diese, zu denen sich die Rot-Grün-Rote Stadtregierung beim Ausruf von fünf Kinderjahren bekannt hat. Graz soll eine kindergerechte und bespielbare Stadt sein, mit Pop-up-Spielstraßen und Verkehrsberuhigung vor Schulen. Wir wollen jedenfalls dieses Projekt auch außerhalb des Lendwirbels weitertragen und in absehbarer Zeit auf mehr Schulen in Graz ausweiten. In weiterer Folge sollen verkehrsberuhigte Schulstraßen vor diesen und weiteren Schulen zum Dauerzustand werden. Christian Kozina, unser Gemeinderat und Verkehrssprecher, möchte dieses Projekt schnell umgesetzt wissen: „Wir arbeiten daran, dass Kinder und Jugendliche künftig in ganz Graz bequem und sicher zu Fuß, mit dem Fahrrad oder mit dem öffentlichen Verkehr in die Schule kommen.“

Vorbilder: Bregenz und Odense

In der dänischen Stadt Odense wird das Schulstraßenmodell mit Kfz-Befreiung von 7 bis 17:00 Uhr bereits seit 2010 an verschiedenen Schulen durchgeführt. Aber auch innerhalb der österreichischen Grenzen gibt es positive Beispiele. 2017 wurde in Bregenz die erste Schulstraße in dieser Form eröffnet. Mit der Maßnahme „Gut-Geh-Raum“ versuchte man beim Zusammenschluss einer Volks- und Mittelschule den folgenden Problemen entgegenzuwirken:

 

  • Kapazitätsengpässe im Bereich MIV (Parkplätze, Elterntaxis)
  • Allgemein schmale Straßen- und Gehsteigverhältnisse
  • Geringes Mobilitätsbewusstsein der Beteiligten

 

Das Resultat kann sich sehen lassen! Im “Gut-Geh-Raum” gilt ein Kfz-Fahrverbot an Werktagen zwischen 7.15 und 17.00 Uhr mit Ausnahme des Öffentlichen Verkehrs. Dadurch ist die Schule sicher zu Fuß oder mit dem Fahrrad erreichbar. Mit dieser Form der Schulstraße wurde nicht nur die Verkehrsmittelwahl auf dem Schulweg beeinflusst, sondern auch ein Aufenthalts-, Pausen-, und Unterrichtsraum für die Schülerinnen und Schüler geschaffen.

 

Für die Straßen vor den Lendschulen würde sich eine Schulstraße nach dem Bregenzer Modell oder eine Wohnstraße anbieten, um den Kfz-Durchzugs bzw. Kfz-Schleichwegverkehr zu unterbinden.

Redaktion Die Grazer Grünen
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