Grün macht Graz
Wenn Grün gestaltet ist das spürbar. Mit zahlreichen großen und kleinen Veränderungen, die den Platz in unserer Stadt gerechter verteilen und den Alltag der Grazer:innen erleichtern. Für ein grüneres, lebendigeres und gerechteres Graz heißt es am 28. Juni: Grün statt Grau! - mit 40 Zukunftszielen bis 2040, dringenden Vorhaben und ersten Erfolgen für die Stadt.
Endlich durchatmen mit mehr Natur in der Stadt
Mit über 3.000 gepflanzten Bäume, 14 neuen Parks und 12 Hektar Blühwiesen haben wir Graz aufblühen lassen. Doch das war erst der Anfang. Wir begrünen weiter und bringen saubere Luft und den notwendigen kühlen Schatten in die Stadt. Drei neue Bäume pro Tag, das Aufwerten bestehender Parks und das Sichern weiterer Grünflächen steht am Plan. So stärken wir die Artenvielfalt und machen die Stadt spürbar schöner. Dank weniger Beton und mehr Natur atmen die Grazer:innen in allen Bezirken gesund durch.
Was steht beispielsweise als nächstes an? Die Umgestaltung des Griesplatzes befindet sich bereits in Arbeit, und auch der Jakominiplatz und der Europaplatz beim Bahnhof brauchen dringend mehr Grün und Schatten. Unser Prinzip Grün statt Grau passt auch für eine Vielzahl an Straßen – bekannte Hitzepunkte, wie die Schießstattgasse oder die Wielandgasse etwa. Auch einer Eggenberger Allee würde ihr Namen besser stehen, wenn sie mehr Bäume an ihrer Seite hätte.
Mit Bus und Bim rund um die Uhr flexibel unterwegs
94 neue Hybrid-Busse, 31 neue Straßenbahnen, die ersten Kilometer echte Rasengleise und der Ausbau von drei Straßenbahnlinien sind bereits geschafft. Dieses Erfolgsrezept setzen wir fort: Endlich führen neue Bimlinien in bisher schlechter angebundene Stadtteile. Zusätzlich machen kürzere Intervalle auf stark genutzten Strecken die Grazer:innen flexibler und die Ausweitung der Nightlines sorgt für sicherere Heimwege an Abenden und Wochenenden. Außerdem werden immer mehr Haltestellen barrierefrei. So sichern wir ein schnelles, flexibles und verlässliches Vorankommen mit Bus und Bim.
Was fällt da etwa drunter? Die Linie 8 über den Griesplatz befindet sich bereits in Planung, die von uns in Aussicht genommene Linie 2 zur Universität fährt auf einer lang gewünschten Route und der in Umbau befindliche Busbahnhof am Andreas-Hofer-Platz bietet eine zentrale Umstiegsmöglichkeit. Die Nightlines sollen in einem nächsten Schritt auf Mittwoch ausgeweitet werden.
Durchgängige Fahrradrouten sind schneller und sicherer
Über 20 Kilometer neue Wege haben das Radfahren in Graz revolutioniert. Da knüpfen wir an: Graz baut weiter an einem durchgängigen Netz aus sicheren Hauptradrouten, die alle Stadtteile verbinden. Umgestaltete Kreuzungen reduzieren Konflikte mit Autos und geben Radfahrer:innen klar Vorrang. Überdachte Fahrradgaragen an zentralen Punkten wie Öffi-Knoten oder in dicht bebauten Vierteln ergänzen das Angebot. Bestehende Lücken im Radwegenetz werden geschlossen. So machen wir Radfahren schneller und sicherer.
Wie geht es jetzt weiter? Die nächsten Lückenschlüsse planen wir in der Mandellstraße von der Petersgasse bis zum Glacis; über den Griesplatz, die Rösselmühlgasse und die Lazarettgasse nach Don Bosco; in der Conrad-von-Hötzendorf-Straße sowie in der Eggenberger Straße an den Kreuzungen zur Köflachergasse und zur Alten Poststraße. Ergänzend wollen wir den Radweg in der Keplerstraße verbreitern. Beim Bahnhof – etwa in der Anna-Passage – bietet sich eine Fahrradgarage an. Mehr überdachte Abstellplätze braucht es auch an den Unis, in der Innenstadt und beim Stadion.
Grätzelplätze bringen Gemeinschaft und Versorgung gleich ums Eck
Wir haben bereits mehr als 100 Plätze und Straßen umgestaltet. Schrittweise beleben wir einen Ort nach dem anderen in allen Bezirken. Diese zentralen Orte laden zum Verweilen ein und in nur wenigen Minuten sollen Grazer:innen dort alles finden, was sie dringend brauchen: Von der Kinderbetreuung bis zur Apotheke, vom Supermarkt bis zum Restaurant. Zusätzlich sorgen Bäume, Wasserspiele und Trinkbrunnen für Abkühlung und Sitzmöglichkeiten laden zu einer Pause ein. Jede Planung erfolgt gemeinsam mit Anrainer:innen. So stärken wir mit Nachbarschaftsoasen die Versorgung und Gemeinschaft in allen Grazer Grätzeln.
Welche Orte bieten sich an? Die Aufwertung bereits bestehender Dreh- und Angelpunkte wie dem Andritzer Hauptplatz, dem Griesplatz oder dem alten Mariatroster Ortszentrum stehen an. Die Auswahl an weiteren solchen Orten reicht vom Nahverkehrsknoten Gösting im Norden bis zum Vorplatz des Brauquartiers in Puntigam im Süden, und von der Waltendorfer Hauptstraße im Osten bis zum Vorplatz des Lindenwirt im Wetzelsdorfer Westen.
Vorrang für Fußverkehr bringt Sicherheit und Gesundheit
Mit dem Masterplan Gehen haben wir Fußgänger.innen in der Verkehrsplanung endlich Vorrang eingeräumt. Im Zuge dessen haben wir über 20 Kilometer neue Wege für aktive Mobilität geschaffen. Doch das waren nur die ersten Schritte: Weitere Begegnungszonen bringen neue Aufenthaltsräume. Gehsteige werden weiterhin verbreitert und damit barrierefrei. Bessere Ampelschaltungen machen sicheres Überqueren möglich. Orientierungssysteme wie klare Markierungen, Rillen im Boden und Akustik an Ampeln lassen alle Menschen leichter ihren Weg finden. Schritt für Schritt machen wir das Gehen in Graz sicherer und die Grazer:innen gesünder.
Wo werden die nächsten Schritte gesetzt? Konkret stehen neue Gehsteige in der Radegunder Straße, der Weblinger Straße, der Anton-Kleinoscheg-Straße und der Puchstraße am Plan. Ein Vergleich der Bezirke zeigt, gerade in Straßgang und Puntigam benötigen Fußgänger:innen dringend mehr Platz. Auch rund um Volksschulen planen wir noch mehr Sicherheit – besonders für alle, die noch auf kleinen Füßen unterwegs sind.
Betreuungsplätze für beste Chancen von Anfang an
Mit 29 zusätzlichen Kindergarten- und Kinderkrippengruppen im städtischen Tarifsystem haben wir einen großen Schritt für unsere jüngsten Mitbürger:innen gemacht. Damit Familien einen verlässlichen Betreuungsplatz erhalten. So machen wir weiter! Mit mehr Plätzen, Ganztagsbetreuung und guten Angeboten in den Sommermonaten. Gleichzeitig verbessern wir den Betreuungsschlüssel sowie die Sprachförderung und binden Eltern stärker ein. Mit verbesserten Arbeitsbedingungen und fairer Entlohnung sorgen wir für Stabilität in der Betreuung. Wir wollen die besten Chancen für alle Kinder und Familien, die ihr Leben so gestalten können, wie sie es möchten.
Woran wird gerade gearbeitet? 13 neue Gruppen ergänzen das Angebot bereits in den kommenden beiden Kindergartenjahren, dafür wurden 54 Dienstposten geschaffen. Standorte sind etwa in der Steinbergstraße, Ghegagasse, Mariengasse und St. Peter Hautsraße. Auch in Stadtteilen, die in der Vergangenheit stark gewachsen sind – wie etwa Jakomini oder der Eggenberger Gürtel – wird es eine Aufstockung des Betreuungsangebots brauchen. Da wir als Stadt in der Zuständigkeit ab und an auch auch an gesetzliche Grenzen stoßen, setzen wir uns beim Land Steiermark für ein zweites gratis Kindergartenjahr und stärkere Unterstützung der Kinderbetreuung durch die dafür zuständige Landesregierung ein.
Schulen und Bildung als Schlüssel für eine faire Zukunft
17 neue und sanierte Schulen sowie zusätzliche Stellen in der Schulsozialarbeit waren ein gelungener Startschuss für bessere Bildung. Dazu kommen gezielte Förderprogramme und die gestärkte Zusammenarbeit mit Eltern dafür, dass kein Kind zurückbleibt. So bieten wir in Graz von Anfang an Chancengleichheit und Zusammenhalt.
Welche Standorte sind bereits in Aussicht genommen? In den kommenden Jahren stehen die Mittelschule Dr. Renner, die Mittelschule in Straßgang, die Volksschule Algersdorf sowie die Volksschule Bertha von Suttner und die angrenzende Mittelschule Albert Schweitzer zur Sanierung am Plan. Unser Ziel ist, weiteren Verschiebungen vorzubeugen und konsequent in Bildung zu investieren.
Spielplätze zum Glück für Kinder und Eltern
Wir haben die Rutsche(n) mit gleich 15 neuen Spielplätzen gelegt und Platz zum Entdecken, Spielen und Austoben für Kinder geschaffen. In unseren Plänen findet jedes Kind einen Spielplatz in Gehdistanz, der dank Begrünung und Sonnensegeln auch an heißen Tagen nutzbar ist. So schaffen wir lebendige und attraktive Treffpunkte, die auch den Alltag der Eltern erleichtern.
Was sind Beispiele für nächste Projekte? Für Spielplätze in Gösting, Waltendorf und Mariatrost sind die nächsten Beschattungen angedacht. Ganz neue Spielplätze planen wir auch in der inneren Stadt, am Murufer und im Puntigam beim Brauquartier. Außerdem arbeiten wir an gekennzeichneten Spielbereichen in Fußgängerzonen.
Leistbarer Wohnraum statt Immobilien-Spekulation
420 neue und über 380 sanierte Gemeindewohnungen stehen als günstiger Wohnraum zusätzlich zur Verfügung, 300 weitere sind in Bau. Neben dem dort dann gültigen Mietendeckel, profitieren alle Grazer:innen von der Gebührenbremse bei Müll und Kanal. Und mit jedem neuen Bebauungsplan setzen wir weiter klare Prioritäten: Wohnraum ist für Grazer:innen bestimmt – nicht als Betongold für Anleger:innen oder Airbnbs.
Wie geht es jetzt weiter? Für 400 weitere Gemeindewohnungen haben wir bereits Grundstücke gesichert. Der Bebauungsplan zur Rösselmühle zeigt, wie leistbarer Wohnraum für alle entstehen kann. Auf Landesebene setzen wir uns zusätzlich für eine wirkungsvolle Leerstandsabgabe ein, um Eigentümer:innen einen finanziellen Anreiz zu geben, ihre Wohnungen zu vermieten, statt leer stehen zu lassen.
Verkehrsberuhigung schafft Lebensraum
Wir haben gleich mit 16 Wohnstraßen und über 100 Verkehrsberuhigungen gestartet. Unser Ziel ist eine Stadt, in der Straßen von reinen Verkehrsflächen zu Orten zum Leben werden. Mit dieser Vision vor Augen erweitern wir Aufenthaltsbereiche, setzen auf Begrünung und senken die Geschwindigkeit – gerade dort, wo Familien wohnen, Kinder unbeschwert unterwegs sein sollen, oder Auslagen und Gastgärten von mehr Gemütlichkeit profitieren. So verringern wir Lärm, schaffen Sicherheit und machen das unmittelbare Umfeld für alle spürbar lebenswerter.
Welche Orte drängen sich etwa besonders auf? Der Verkehr in Rudersdorf, am Ruckerlberg, entlang der Kaistraßen, am Andritzer Hauptplatz und im Straßganger Bezirkszentrum lässt sich rasch beruhigen. Die Wittenbauerstraße, die Remygasse und Am Mühlgraben sind unsere nächsten Kandidaten für Wohnstraßen. Die Kalchberggasse, die Raubergasse und der Nikolaiplatz bieten sich als Begegnungszonen an.
Betonbremse schützt vor Hitze und Überschwemmungen
Endlich klare Grenzen statt maßlosem Zubetonieren: Die neue Baumschutzverordnung und der verpflichtende Grünflächenfaktor von bis zu 80 Prozent halten wertvollen Boden frei. So kann Regenwasser versickern und die Stadt bleibt kühl. Darauf bauen wir auf statt drauf. Mit jedem Bebauungsplan, der diesen Regeln folgt, gelingt es, die Versiegelung zu bremsen. Mit uns sind ausreichend Grünflächen, Schatten und Wasserstellen fortan Pflicht, nicht Kür. Und mit einer schrittweisen Überarbeitung des Flächenwidmungsplans legen wir fest, wie und wo noch gebaut werden darf. Mit all diesen Maßnahmen sichern wir Lebensqualität und schützen vor Hitze und Überschwemmungen.
Wo tut sich da besonders dringend etwas? Besonders betroffene Stadtteile kommen zuerst dran, darunter auch der Bereich Rösselmühle und Gradnerstraße. Auch in Andritz, Gösting und St. Peter stehen mutige und zukunftsweisende Entscheidungen in der Flächenwidmung und Bebauung an, um dort Grünflächen und Naherholung zu schützen.
Wasser marsch: Abkühlung für alle
Mit dem wiedereröffneten Noppelbad gibt es nun sechs Freibäder in Graz. Mit der Sozialcard lassen sie sich vergünstigt nutzen und auch die Mur soll wieder zum Baden einladen. Auf Landesregierungsebene wirken wir weiter ein, um die Wasserqualität im Oberlauf so zu verbessern, dass Baden in der Mur keine Utopie bleibt. An mehreren Stellen haben wir den Fluss bereits als Lebens- und Freizeitraum zurückgewonnen – jetzt braucht es weitere Nachbesserungen: mit sicheren Zugängen zum Wasser, einer verkehrsberuhigten Promenade und einem Stadtwanderweg entlang des Ufers. Ökologische Maßnahmen begleiten die Umsetzung und sichern zugleich Rückzugsgebiete für unterschiedliche Tierarten. So schaffen wir ein Naherholungsgebiet zum Durchatmen direkt in der Stadt.
Was fällt da etwa drunter? Mit einer naturnahen Kajakstrecke in der Mur, von der Erzherzog Johann Brücke bis zum Erich-Edegger-Steg, sowie der Surfwelle im Volksgarten sorgen wir in der Grazer Wasserwelt für coole Highlights. Über die Preisgestaltung bei Freibädern wird mit der Holding verhandelt und unsere Initiativen für die vierte Klärstufe für ein sauberes Murwasser sind im Landtag eingebracht.
Hilfe schafft Zusammenhalt
Mit „Graz hilft“ und dem Energiehärtefonds wurden bereits tausende Haushalte unterstützt. Das zeigt: In Graz lassen wir Menschen in Notsituationen nicht im Stich. Neben unmittelbarer Hilfe bauen wir die Beratung weiter aus und stärken die Prävention, um Menschen möglichst rasch ein selbstbestimmtes Leben zu ermöglichen. So schaffen wir ein Graz, das Zusammenhalt und soziale Sicherheit lebt.
Woran wird gerade gearbeitet? Aktuell geht es vor allem darum, den Anspruch einer solidarischen Gesellschaft und unverzichtbare Unterstützungsleistungen für Menschen in Not gegen Kürzungen der steirischen Landesregierung zu verteidigen.
Leistbar unterwegs mit vergünstigten Tickets
Der Rekord von 93.084 Klimatickets zeigt: die 100-Euro-Förderung des steirischen Klimatickets durch die Stadt Graz und die 60-Euro-Jahreskarte mit der Sozialcard Mobilität zahlen sich aus. So viele Grazer:innen waren noch nie bequem und günstig mit den Öffis unterwegs. Das wollen wir verteidigen, denn während bei Spritpreisen eingegriffen wird, erhöht der steirische Verkehrsverbund für Öffis jährlich die Ticketpreise. Das trifft vor allem die, die ohnehin schwer über die Runden kommen, Menschen mit geringem Einkommen und viele Frauen. Wir setzen uns dafür ein, dass öffentliche Verkehrsmittel günstiger statt teurer werden – damit alle gut unterwegs sein können.
Woran wird unter anderem gerade gearbeitet? Ähnlich zur Klimaticket-Förderung und zur Sozialcard Mobilität wollen wir auch Studierenden-Tickets vergünstigen. Zusätzlich setzen wir uns auf Landes- und Bundesebene für eine allgemeine Öffi-Preisbremse ein.
Saubere Energie sichert stabile Preise und unabhängige Versorgung
Rund 3.300 kWp Photovoltaik auf öffentlichen Gebäuden haben die Kraft der Sonne in Energie verwandelt. Jetzt bauen wir erneuerbare Energie weiter aus und wir fangen mit Dächern und anderen versiegelten Flächen an. Denn wer Energie selbst erzeugt, ist unabhängig von teuren Importen und internationalen Krisen. Auch Fernwärme wird klimafreundlicher. Gebäude werden energetisch saniert. Das nagelneue Energiewerk gewinnt umweltfreundlich aus Reststoffen Energie. Und der Energiehärtefonds hilft bei laufenden Kosten, Förderungen unterstützen Haushalte beim Umstieg. So stärken wir eine unabhängige Energieversorgung zu stabilen Preisen.
Was sind Beispiele für nächste Projekte? Am Plan für stehen Anlagen am Grazer Flughafen und zahlreichen Schulen, wie der Volkschule Karl Morre, Eisteich und Berliner Ring. Wir sind auch schon im Gespräch mit Kooperationspartnern, um Parkplätze, Fassaden und Dächer zu nutzen. Unser Plan ist es, Einzelhandelsunternehmen und im besten Fall auch Traditionsbetriebe wie Kastner & Öhler dafür zu gewinnen. Gemeinsam mit Expert:innen wollen wir zusätzlich weiter an Konzepten wie der Verwertung von Klärschlamm bei der Kläranlage in Gössendorf sowie die bereits in Angriff genommenen Geothermie arbeiten. Die Nutzung industrieller Abwärme, wie zum Beispiel bei Sappi, ist ebenfalls eine gelungene Initiative, die wir weiter ausbauen wollen.
300 Millionen investierte Euro pro Jahr hatten in Graz gleich mehrfache Wirkung: in erster Linie stärkten sie die Infrastruktur, zugleich haben sie die Wirtschaft angekurbelt und eine wichtige Basis für die Zukunft gelegt. Während der Baustelle gab es eine sofortige Hilfe für Unternehmen mit Umsatzentgang, jetzt profitieren sie langfristig von der Standortaufwertung. Das setzen wir fort: Der Ausbau der Erreichbarkeit, leistbare Energieversorgung und schnelles Glasfaser-Internet bleiben die Grundlage für erfolgreiche Unternehmen. So sichern wir, dass Graz als Wirtschaftsstandort mit hoher Lebensqualität und guter Infrastruktur qualifizierte Fachkräfte anzieht, die unsere Betriebe brauchen.
Was sind dringende Meilensteine? Neben den bekannten Investitionen in die Erreichbarkeit – wie etwa der Ausbau der Schieneninfrastruktur – ist die Sanierung der Remise in der Steyrergasse ein wichtiger Baustein. Auch die Erweiterung der Kläranlage steht an. Das neue Energiewerk befindet sich aktuell in der Planungsphase. Und öffentlichen Baustellen werden genutzt, um das Leitungsnetz zu erneuern und erweitern.
Der Rekord von 1,4 Millionen Nächtigungen und stabile Frequenzdaten um die 25 Millionen Besucher:innen pro Jahr waren nur möglich durch eine bessere Erreichbarkeit mit der Neutorlinie – die auch Gassen und Gastgartenlandschaft spürbar belebt. Um dem Online-Handel die Stirn zu bieten, wollen wir öffentliche Räume weiter begrünen und Plätze zu Wohnzimmern im Freien statt drückende Hitzeinseln machen. Pop-up-Stores und kulturelle Nutzungen bringen Vielfalt ins Angebot. Ein Parkleitsystem führt gezielt zu freien Parkplätzen und macht den Verkehr flüssiger. Serviceangebote von Aufbewahrungsboxen für Einkäufe bis hin zur Kinderbetreuung und Spielplätzen erleichtern längeren Aufenthalt. So wird der Besuch und Einkauf in der Stadt zum Erlebnis und wir sorgen für lebendiges Treiben, das sich auf beide Murufer und mehrere Bezirke verteilt.
Wie geht es jetzt unter anderem weiter? Das neu eingeführte City-Management wird versuchen, Leerstände aktiv mit neuen Konzepten zu bespielen und beim Parkleitsystem prüfen wir die beste Option. Zugleich ist die Stadt im Austausch zur Initiative der „Grazer Mitte” — ein international erprobtes Konzept, das die Erreichbarkeit verbessert und die Wirtschaft ankurbelt, in dem sie den Durchzugsverkehr verringert und den öffentlichen Verkehr auf wichtigen Achsen über die Kepplerbrücke und den Grießplatz beschleunigt.
Der tausendfach genutzte Reparaturbonus durch die Grazer Retter Prämie war erst der Anfang. Ziel ist es, Reparieren und Wiederverwenden in Graz zur Selbstverständlichkeit zu machen. Wir haben ein breites Angebot für Mehrwegprodukte aufgebaut, vom Mehrweg-Eventbecher bis zur Unterstützung für wiederverwendbare Windeln. Informationskampagnen begleiten den Wandel. Zusätzlich soll es eigene Räume für ehrenamtliche Repair-Cafés, Re-Use-Workshops und Tauschbörsen geben, die gleichzeitig auch Gemeinschaft schaffen. So wachsen wir nachhaltig zusammen und sparen Geld, Rohstoffe und unnötige Importe — während wir lokales Handwerk und Arbeitsplätze stärken.
Woran wird gerade gearbeitet? Die Grazer Retter Prämie legt einen Grundstein. Zugleich setzen wir uns dafür ein, dass der Reparaturbonus auf Bundesebene wiedereingeführt wird. In Graz suchen wir gezielt nach geeigneten Leerständen für Repair-Cafés und anderen privaten Initiativen.
Wir haben die Mehrjahresförderungen für über 80 Kulturinitiativen erhöht und stehen zum Zuschuss für Fair Pay in Kunst und Kultur. Während die Landesregierung kürzt, stärken wir kulturelle Freiheit und Vielfalt. Dabei fördern wir lokale Initiativen in den Bezirken und öffnen durch gezielte Nutzung von Leerstand neue Räume. So machen wir Kultur in allen Stadtteilen zugänglich — unabhängig vom Geldbörserl.
Was sind die dringendsten Herausforderungen? In den kommenden Monaten und Jahren verteidigen wir die kulturelle Freiheit und die Absicherung von leistbaren Angeboten. Die Initiative „Kulturland retten“ bündelt steiermarkweit Widerstand gegen die Kürzungen der Landesregierung.
Tausende Besucher:innen kamen zu den Initiativen „Fest für alle“ oder „Kino für alle“. Und noch viele mehr tummelten sich bei den von uns unterstützten Festivals und Festen wie dem Aufsteirern, dem Zinzengrinsen, Chiala Afrika, dem Elevate, LaStrada, Lendwirbel oder Schlagergarten Gloria. So können wir weitermachen! Ein wichtiger Schritt ist, die Veranstaltungsanmeldung mit einem One-Stop-Shop zu vereinfachen und zu entbürokratisieren. Das hilft besonders kleinen Events und jungen Menschen, das Leben in Graz mitzugestalten. Die Wirtschaft und die Gemeinschaft profitieren gleichermaßen.
Was wird dafür gerade getan? Wir prüfen aktuell, wie die Genehmigungen beschleunigt werden können — etwa mit einer fixen Ansprechperson, die Veranstalter:innen über alle Referate und zuständigen Stellen hinweg und durch alle notwendigen Schritte begleitet.
Gut 20 Bauernmärkte bereichern Graz. Der gelungene Ausbau am Lendplatz oder beim Hofbauermarkt macht Lust auf mehr. Auch bei Standorten in anderen Stadtteilen gibt es eine Aufwertung und Verbesserung der Infrastruktur — von der öffentlichen Anbindung bis zu Bänken und Trinkbrunnen vor Ort. Kleine und große Veranstaltungen bringen zusätzlich Leben auf den Platz – auch außerhalb der Marktzeiten. So schaffen wir ein nachhaltiges Angebot und stärken zugleich die regionale Wirtschaft.
Wo bieten sich neue Standorte an? Eine Aufwertung des Markts am St.Peter Pfarrweg in Waltendorf liegt nahe. Neue Märkte sind vor allem in Jakomini, Liebenau und Puntigam angedacht, wo es bisher kein ausreichendes Angebot in der Nähe gibt.
Durch die neu gebaute Zentralküche werden mittlerweile über 9.000 hochwertige Mittagessen an Schulen, Kindergärten und Sozialeinrichtungen geliefert. Unser Ziel ist eine warme Mahlzeit pro Tag für jedes Kind. Daher wird auf 15.000 Portionen aufgestockt. Die Preise werden sozial gestaffel und die Zutaten regional beschafft. Gleichzeitig vermitteln wir damit Grundlagen gesunder Ernährung. Mit dem Ausbau der School Nurses bringen wir auch medizinische Beratung direkt in die Schulen. So bekommen alle Kinder gute Voraussetzungen für ein gesundes Aufwachsen.
Wie geht es jetzt weiter? Jetzt steht die Ausweitung des Angebots an. Zusätzlich setzen wir uns gegenüber der steirischeb Landesregierung dafür ein, dass Kinder unabhängig vom Einkommen ihrer Eltern die Möglichkeit auf eine gesunde Mahlzeit am Tag haben.
Mit elf Jugendzentren und der mobilen Jugendarbeit haben wir in Graz einen wichtigen Grundstein gelegt. eben der Absicherung von Räumlichkeiten und Mitarbeitenden wollen wir das Angebot in alle Bezirke ausweiten — und die Treffpunkte stärker in den öffentlichen Raum und an die frische Luft verlagern. So wird Gemeinschaft sichtbar und es fällt Jugendlichen leichter, dazuzustoßen.
Wo bietet sich eine erste Umsetzung an? Von Geidorf bis Wetzelsdorf ist aus fast allen Bezirke entsprechender Bedarf angemeldet. Deshalb suchen wir gemeinsam mit Initiativen passende öffentliche Räume – zum Beispiel bei der Straba Endhaltestelle Wetzelsdorf, im Sinne der Grünen Meile Domenico dell‘Allio Allee.
14 Straßen und Plätze tragen nun die Namen von bedeutenden Frauen, viele davon haben die Namen von vorbelasteten Nazis und Faschisten ersetzt. Auf den ersten Blick ist das eine kleine Veränderung, doch sie zeigt große Wirkung. So werden Verdienste von Frauen sichtbar und stärken das Selbstbewusstsein heranwachsender Mädchen. Diese Sichtbarkeit macht Frauen und ihre Leistungen im Stadtbild noch selbstverständlicher. Zum gleichen Ziel trägt der selbstbewusste und selbstverständliche Umgang mit weiblichen Bedürfnissen bei, etwa mit „Peri-Boxen“ an Schulen, die einfachen und kostenlosen Zugang zu Menstruationsartikeln bieten.
Was sind weitere unmittelbare Möglichkeiten? Mehr mädchengerechte Sport- und Spielplätze wie in der Kasernstraße werden ebenso das Selbstbewusstsein stärken wie weitere Namen aus der Grazer Pionier:innen-Galerie für Plätze, Straßen und Parks: Anna Puschnik, Anna-Lülja Praun, Vincenza Wenderich und Marianne Millwisch-Kaufmann. Sie könnten die von einer Expert:innenkommission als historisch belastet eingestuften Namen in der Luigi-Kasimir-Gasse, Leo-Scheu-Gasse, Jahngasse oder Rudolf-List-Gasse ersetzen.
Über 5.000 Deutschkursplätze, Sommerschulen und Beschäftigungsprojekte für Asylwerbende zeigen, dass Integration in Graz bereits hohe Priorität hat. Damit sie gelingt, braucht es sinnvolle Beschäftigung, die Möglichkeit zum Erlernen unserer Sprache und der Regeln einer freien und gleichberechtigten Gesellschaft. Zu sehen, dass die Landesregierung genau hier kürzt, verschärft Probleme, statt sie zu lösen. Wir fördern und fordern Integration ab dem ersten Tag für ein friedliches und respektvolles Zusammenleben.
Was sind die dringendsten Herausforderungen? Wir treten entschieden gegen das Befeuern sozialer Konflikte durch die Landesregierung ein. Wir verlangen die Unterstützung der Deutschkursangebote und von der Bundesregierung erleichterte Möglichkeiten zur Beschäftigung von Asylwerbernde für Hilfstätigkeiten im öffentlichen Betrieb ein – damit alle, die hier Schutz suchen, auch einen Beitrag leisten und Anschluss finde können.
Wir planen die Stadt so, dass Mädchen und Frauen sich sicher fühlen und entfalten können. Mit den drei Initiativen „Fritzi bringt’s“, „Ist Luisa da?“ und „Stopp Gewalt“ haben wir mehr Bewusstsein und direkte Hilfe geschaffen. Der weitere Ausbau des Gewaltschutzes ist für uns unverzichtbar. Gleichzeitig verbessern wir mit geschlechtergerechter Stadtplanung den Alltag von Frauen durch kurze und sichere Wege, gute Beleuchtung, besser einsehbare Plätze und Gassen, breite Gehwege sowie Sozial- und Gesundheitsangebote in Wohnortnähe. Mit Verbesserungen, die allen Stadtbewohner:innen zugutekommen, erleichtern wir ganz konkret den Alltag vieler Frauen, die noch immer einen Großteil der Familien- und Sorgearbeit leisten.
Woran wird unter anderem gerade gearbeitet? Bei der Beleuchtung setzen wir verstärkt auf dynamische Lösungen, die sich dann einschalten, wenn sie gebraucht werden. Die nächsten Projekte planen wir etwa im ORF-Park, im Anna-Cadia-Park und entlang der Murpromenade. Die öffentlichen Toiletten am Lendplatz sollen durch Drehkreuze und andere Maßnahmen sicherer gemacht. Weiters suchen wir nach Räumlichkeiten für Treffen und Veranstaltungen für Frauenorganisationen.
Acht Schulstraßen erhöhen die Verkehrssicherheit rund um das Schulgelände. Auch der neu eingeführte Bicibus steht für Sicherheit am Schulweg. An neun Schulen radeln Eltern mit Kindern bereits als eigene Bicibus-Linie zur Schule. Eine Servicestelle begleitet die Eltern bei der Umsetzung. So schützen wir unsere Kleinsten und ermöglichen selbstständige Mobilität.
Wie geht es weiter? Ab September stehen die Volksschule Graz St. Peter in der Thomas-Arbeiter-Gasse sowie die Volksschule Graz Mariagrün am Doktor-Stichl-Weg als Schulstraßen an. Es gibt auch schon die Rückfrage zusätzlicher Elterngruppen, die das Bicibus-Angebot ausweiten wollen.
Wir haben bereits 100 Verkehrsberuhigungen für mehr Platz und Sicherheit für alle erfolgreich umgesetzt. Der Mobilitätsplan 2040 gibt eine klare Richtung für die weitere Verkehrsentwicklung vor. Wir teilen Straßenraum neu und gerecht auf, damit die Grazer:innen zu Fuß, mit dem Rad oder den Öffis unkompliziert und schnell von A nach B kommen. Wir analysieren und optimieren laufend Verkehrsströme. Zusätzlich reservieren wir in Wohnviertel einen Anteil der Parkplätze für Anwohner:innen und setzen für Pendler:innen dabei einen weiteren Anreiz, an der Stadtgrenze umzusteigen und den verbleibenden Autoverkehr flüssiger zu machen. Mit jedem Projekt, in dem wir die Ziele des Mobilitätsplans durchsetzen, reduzieren wir Stau, erhöhen Erreichbarkeit und schützen die Grazer:innen vor Feinstaub und Lärm.
Woran wird gerade gearbeitet? Projekte, die dem Mobilitätsplan zuarbeiten reichen vom Gehsteig Johann-Haiden-Straße über die Verkehrsberuhigung im ORF-Viertel und am Ruckerlberg bis zur Unterführung in der Peter-Tunner-Gasse und der Modernisierung des Busbahnhofs am Andreas-Hofer-Platz. Dringender Bedarf für Anwohner:innen-Parken wurde in Wetzelsdorf rund um Baiern- und Burenstraße gemeldet, und laufend kommen neue Anfragen.
Im Mai 2023 hat sich der Grazer Gemeinderat nach Jahren der Diskussion einstimmig darauf geeinigt, sowohl die Straßenbahn als auch die S-Bahn zu forcieren und konsequent auszubauen. Basierend auf diesem Beschluss arbeiten aktuell ÖBB, Land Steiermark und Stadt Graz gemeinsam an einer verkehrlich technischen Analyse zu einem S-Bahn-Tunnel direkt ins Grazer Zentrum. Zugleich soll er unter der Stadt bestehende Strecken in Ost-West-Richtung verbinden. Das macht das S-Bahn-System deutlich leistungsfähiger, dichtere Takte können angeboten werden und bestehende Strecken werden entlastet. Dadurch wird die Erreichbarkeit erhöht und der Wirtschaftsstandort weiter aufgewertet.
Wann folgen nächste Schritte? Ergebnisse aus der laufenden Studie werden im Herbst 2026 erwartet. Wir setzen uns weiter dafür ein, dass der S-Bahn-Tunnel in den ÖBB-Rahmenplan aufgenommen wird.
Mit 43.000 Fahrgästen hat das flux-Sammeltaxi großen Zuspruch und schließt die Lücke im Öffi-Netz der Randregionen. Der geplante „Innenstadt-Kavalier” bringt auch Menschen in der Innenstadt rasch ans Ziel — ein Mikro-Bus-System, das wie ein kleines Taxi funktioniert: einfach, günstig und auf die Innenstadt zugeschnitten. So erreichen wir barrierefreie Mobilität in der ganzen Stadt.
Was sind die dringendsten Herausforderungen? Ein Rechnungshofbericht bestätigt, dass für das System nachhaltig abgesichert, vereinfacht und ins normale Tarifsystem integriert werden muss — genau das, wofür wir uns einsetzen. Nur wenn Verlässlichkeit besteht, werden Menschen vertrauensvoll umsteigen. Und nur wenn genug umsteigen und so Leerfahrten reduziert werden, ist das System wirtschaftlich tragfähig.
Der Kinderradbonus kommt gut an: 5.000 Ansuchen machen ihn zur gelungenen Maßnahme. Er unterstützt Familien beim Kauf oder der Reparatur eines Fahrrads fürs Kind. Für alle, die erstmal probieren oder nur spontan ein Rad brauchen, planen wir ein Bike Sharing System – quasi ein flexibler Fahrradverleih, der sich auch für wenige Minuten am Rad bezahlt macht. Das Modell orientiert sich an erprobten Beispielen aus anderen Städten — platzsparend, an vielen Stellen verfügbar, einfach ausborgen.
Wie geht es jetzt weiter? Wir prüfen bereits erfolgreiche Modelle in anderen Städten wie Salzburg, Wien und Maribor. Als nächstes folgt die Suche nach geeigneten Standorten, damit das Angebot einfach genutzt wird und sich gut ins Stadtbild einfügt.
In bereits drei Bezirken gibt es neue Sportplätze, aber auch auf die ganze Stadt verteilte neue Tischtennistische, Parcours- und Trainingsgeräte in Parks bieten Platz für kostenlose Bewegung für Jung und Alt. Jetzt stehen Ballsportkäfige am Plan. Diese ermöglichen auch in dicht bebauten Gebieten mehr Raum für Fußball, Basketball oder Hockey. Zusätzliche Rasenflächen und Sandplätze laden zu Boccia, Volleyball und Frisbee. Für die Ausdauer stehen gekennzeichnete Laufstrecken, Stadtwanderwege und Mountain-Bike-Strecken rund um die Stadt bereit. So halten wir die Stadt lebenswert und ihre Bewohner:innen fit.
Woran wird unter anderem gerade gearbeitet? Wir schauen uns an, welche Standorte sich für entsprechende Sportanlagen eignen. Gerade Randsportarten brauchen dringend Unterstützung bei der Platzsuche. Für die Sportkäfige nehmen wir Anleihen von anderen Städten und suchen nach Möglichkeiten, diese sommertauglich ins Stadtbild zu integrieren.
Die Gesundheitsdrehscheibe ist eine zentrale Anlaufstelle, die Grazer:innen schnell zur passenden Hilfe weiterleitet. Mit mehr Unterstützung für Gesundheitseinrichtungen, Sozialarbeit in allen sieben Gesundheitszentren und einem stärkeren psychosozialen Angebot haben wir die Versorgung in Graz spürbar verbessert. Jetzt wollen wir in jedem Bezirk genügend Kassenärzt:innen sichern und mit innovativen Primärversorgungszentren ein breites medizinisches Angebot mit längeren Öffnungszeiten garantieren. Wir planen auch ein Zentrum für Frauengesundheit. Denn gute und rasche Gesundheitsversorgung darf keine Frage des Geldbörserls sein.
Worum geht aktuell vor allem? Wir drängen, auch und gerade gegenüber der zuständigen steirischen Landesregierung, auf ein klares Bekenntnis zur Kassenmedizin und den Ausbau von Primärversorgungszentren — auch gegen den Widerstand der Ärztekammer.
Wir haben drei Demenztageszentren und die Pflegedrehscheibe abgesichert. Damit gibt es in Graz eine zentrale Anlaufstelle, die informiert und hilft, die passende Unterstützung für zu pflegende Angehörige zu finden. Die Kosten der Hauskrankenpflege bemessen sich weiterhin so, dass den Betroffenen zumindest die Mindestpension erhalten bleibt. Außerdem stellt die Stadt pflegende Angehörige an, um sie sozial abzusichern. Gehaltsanpassungen in städtischen Pflegeeinrichtungen haben Pflegekräften einen fairen Lohn zugestanden. Wir haben mobile Dienste und Nachbarschaftshilfe gestärkt, damit alle Grazer:innen möglichst lange am Stadtleben teilhaben können. Außerdem haben wir die Barrierefreiheit ausgebaut. Für ein Altern in Würde und Entlastung von allen, die pflegen.
Was sind die dringendsten Herausforderungen? Wenn das Land Steiermark kürzen will, halten wir dagegen und sichern Pflegeleistungen für die Grazer:innen. Gleichzeitig setzen wir uns steiermarkweit für mobile Pflege und den Erhalt von Community Nurses ein.
Eine neu geschaffene Wohnberatung des Sozialamts unterstützt aktiv bei der Wohnungssuche. Zukünftig soll sie auch Gemeinschaftsprojekte forcieren. So wird Wohnen nicht nur leistbarer, sondern auch gemeinsam statt einsam. Was bei Studierenden längst normal ist, funktioniert auch im Alter. Mit der Förderung von entsprechenden Wohngemeinschaften unterstützen wir Leistbarkeit und Zusammenhalt.
Wie geht es jetzt weiter? Wir treten mit dem Land Steiermark in Verhandlung. Die Förderung solcher Lebensmodelle ist auch eine Investition in das Gesundheits- und Pflegesystem, weil Menschen so länger gesund und selbstständig bleiben.
Fast 350.000 Menschen leben in unserer Stadt. Alle sind verschieden alt, haben unterschiedliche Bedürfnisse und Interessen. Kindermuseum, Spielmobile und Feriencamps und das Familien-Kompetenz-Zentrum sind für Eltern und Kinder da. Das Senior:innen-Büro bietet Kurse und Veranstaltungen für ältere Generationen. Unser Ziel, Menschen gezielt zu verbinden, gelingt: Vom Generationenwohnen über begleitete Kinderbetreuung bis zu Initiativen wie Einkaufsservice durch Studierende für ältere Menschen. So lernen alle voneinander und bereichern sich gegenseitig im Alltag.
Was sind mögliche nächste Schritte? Wir gehen auf das Land Steiermark zu und verhandeln die Fördermöglichkeiten für diese Art von Initiativen. Wir prüfen auch, ob bereits bestehende städtische Einrichtungen hier vermitteln können.
Mehr als 300 Formulare gibt es bereits auf digitalestadt.graz.at und das digitale Angebot wird laufend ausgebaut. Wege werden kürzer, Servicezentren bündeln Angebote, Informationen werden verständlicher. Bürger:innenbeteiligung wird einfacher — durch digitale Fragebögen und direkte Gesprächsformate. So machen wir Amtswege und das Teilnehmen an demokratischen Entscheidungen schneller und einfacher.
Woran wird unter anderem gerade gearbeitet? Nun steht der Vergleich mit anderen Städten an. Graz muss das Rad nicht neu erfinden, eine Orientierung an den Vorreitern im digitalen Service reicht. Gerade die Bürger:innenbeteiligung müssen wir möglichst rasch vereinfachen, da sie in der Stadtentwicklung unverzichtbar ist.
In Graz leben 7.500 offiziell gemeldete Hunde. Mit der wachsenden Bevölkerung steigt auch die Zahl der Haustiere. Die digitale Hundestadtkarte zeigt schon jetzt, wo Hundewiesen und Gackerl-Sackerl sind. In Zukunft schaffen mehr abgesperrte Bereiche in allen Bezirken sicheren Auslauf. Mit geförderten Tierschutzvereinen sorgen wir dafür, dass Tiere in Graz gut gehalten und geschützt werden.
Wo werden wir als nächstes aktiv werden? Andritz und die Innere Stadt brauchen dringend Hundewiesen. Zugleich wird die Population an städtischen Wildtieren zukünftig besser reguliert, ein Mittel dazu sind Taubenschläge, die den Bestand tierschutzgerecht reduzieren.
120.000 Quadratmeter Blühwiesen und Rückzugsgebiete bieten Lebensraum für Vögel, Fische, Fledermäuse, Otter und eine Vielzahl an Insekten. Biodiversität ist essenziell und gerade in urbanen Gebieten vielerorts bedroht. Zusammen mit geförderten Naturschutzvereinen schützen wir gemeinsam die Artenvielfalt in der Stadt.
Welche unmittelbaren Möglichkeiten aktiv zu werden gibt es? Nach der Nisthilfe für Falken in Reininghaus sind weitere Verbesserungen der Grazer Naturschutzgebiete geplant, etwa im Vogelschutzgebiet Weinzödl. Zusätzlich kann jeder Haushalt mit Garten oder auch nur Balkon zur Steigerung der Biodiversität beitragen und wird dabei von Seiten der Stadt unterstützt.
Mit jährlich 250.000 Euro fördern wir Dach- und Fassadenbegrünungen, Gemeinschaftsgärten sowie Maßnahmen zur Entsiegelung und Regenwassernutzung – ein wahrer Meilenstein. So wollen wir weitermachen! Mit mehr Nutzpflanzen wie Beerensträuchern und Obstbäumen verwandeln wir auch direkt als Stadt versiegelte Flächen in lebendige und fruchtbare Orte. So verbinden wir direkten Nutzen für Bewohner:innen mit wichtigen Anpassungen an das erhitzte Klima.
Wie geht es jetzt weiter? In allen neuen Parks, wie etwa in der Daungasse, pflanzen wir Obstbäume und Beerensträucher und erstellen einen Stadtplan der essbaren Stadt, damit alle Bürger:innen wissen, wo sie frische Früchte finden.
Sinnvoll sparen statt rücksichtsvoll kürzen
Die angespannte Budgetsituation mag manches Ziel ambitioniert wirken lassen. Zugleich hat unsere Stadt 400 Millionen Euro weniger Schulden als die Vorgängerregierung von ÖVP und FPÖ geplant hat – und das trotz internationaler Krisen und massiver Investitionen in die Infrastruktur. Wir wissen, dass aufgeschobene Investitionen uns in Zukunft ein Vielfaches kosten können. Darunter fallen auch Investitionen in die Sicherheit – wie die kürzliche Modernisierung der Feuerwehr – oder laufende Kosten für die Sauberkeit unserer Stadt.
Deshalb sparen wir weiterhin dort, wo es sinnvoll ist – etwa durch Verwaltungsvereinfachungen. Der Verzicht von Grünen und KPÖ auf hunderttausende Euro Parteienförderung, die Reduktion der Klubfinanzierung und die Wahlkampfkostenobergrenze helfen, Steuermittel gezielter einzusetzen. So schaffen wir finanzielle Stabilität, ohne die Zukunft aus den Augen zu verlieren.
Details erfragen oder Ideen einbringen?
Wer nähere Details zu Vorhaben erfragen, eigene Ideen einbringen oder über die Wahl hinaus informiert bleiben will, kann sich dafür jederzeit direkt an den Grünen Gemeinderatsklub im Rathaus wenden.