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11.05.2022 News

Graz­er Rad­of­fen­sive: Was 2022 geschieht

Mit einem Budget von rund 10 Millionen Euro werden 2022 insgesamt 19 Bauprojekte für die Grazer Radoffensive umgesetzt. Das Geld dafür kommt gleichermaßen vom Land Steiermark und der Stadt Graz. Das gemeinsame Ziel: Weniger Autos in der Innenstadt und mehr Sicherheit für alle Verkehrsteilnehmer*innen.

Insgesamt 20% aller zurückgelegten Wege werden in unserer Stadt mit dem Fahrrad zurückgelegt. Der Grazer Mobilitätstrend zeigt klar in Richtung Fuß- und Radverkehr. Mit der Radoffensive entsteht eine Infrastruktur, die zum Umstieg aufs Rad motiviert und den Verkehr für alle Beteiligten sicherer macht. Dafür stellen Stadt und Land gemeinsam ein Budget von insgesamt 100 Millionen Euro auf.

"Wir wissen mittlerweile, dass die Menschen auf das Rad umsteigen wollen. Wir schaffen jetzt die nötige Infrastruktur."
Vizebürgermeisterin Judith Schwentner

19 Projekte bringen die Verkehrswende in die Gänge

Die Maßnahmen in diesem Jahr verteilen sich auf das gesamte Stadtgebiet. Sie beinhalten etwa den Neu- und Ausbau von Geh- und Radwegen, aber auch neue Markierungsarbeiten. Die werden beispielsweise in der St. Peter-Hauptstraße umgesetzt, dort werden Mehrzweckstreifen blau markiert und damit vom Autoverkehr farblich abgegrenzt. Solche Maßnahmen können große Auswirkungen auf die Verkehrssicherheit haben. Studien zufolge wird allein durch die eindeutige Abgrenzung der Pkw-Verkehr auf der Nebenspur langsamer. Außerdem bilden diese ersten 19 Projekte den Grundstein für weitere Maßnahmen im Zuge der Radoffensive, die in den nächsten Jahren folgen.

Bauprojekte 2022

  • Triester Straße, 500 Meter (Wagner-Jauregg-Straße bis Alte Poststraße), Planung und Grundeinlöse
  • Weinzöttlstraße, 1,1 Kilometer (Andritzbach bis Andritzer Reichsstraße), Planung und Grundeinlöse
  • St. Peter-Hauptstraße I, 800 Meter (Plüddemanngasse bis Petrifeldergasse), Planung und Grundeinlöse
  • St. Peter-Hauptstraße II, 2,2 Kilometer (Köglerweg bis Petrifelderstraße), Markierungsarbeiten
  • St. Peter-Hauptstraße III, 700 Meter (St. Petergürtel bis Autalerstraße), Planung und Grundeinlöse
  • Gradnerstraße, 700 Meter (Industriepark bis Neuseiersbergerstraße), Neubau
  • Neuseiersbergerstraße I, 500 Meter (Hafnerstraße bis Gradnerstraße), Planung und Grundeinlösen
  • Neuseiersbergerstraße II, 800 Meter (Gradnerstraße bis Ganghoferstraße), Planung und Grundeinlösen
  • Bahnhofstraße Raaba, 800 Meter (Tiefentalweg bis Elba-Straße), Planung und Grundeinlösen
  • Autalerstraße, 1,2 Kilometer (St. Peter Hauptstraße/Engelwirt bis Eisenbahnkreuzung Pachern), Planung und Grundeinlösen
  • Murbrücke (Murfeld bis Feldkirchen), Planung
  • Keplerstraße, 400 Meter (Marienplatz bis Bahnhofgürtel), Planung und Ausbau
  • Georgigasse, 500 Meter (Schlossstraße bis Baiernstraße), Planung und Ausbau
  • Maggstraße, 200 Meter (Zufahrt Auer bis Köglerweg), Planung und Ausbau
  • Alte Poststraße, 400 Meter (Starhemberggasse bis Dreierschützengasse), Planung und Ausbau
  • Kaiser-Fanz-Josef-Kai, 1000 Meter (Keplerbrücke bis Tegetthoffbrücke), Planung und Ausbau
  • Jauerburggasse, 300 Meter (Evangelimanngasse), Planung und Neubau
  • Ursprungweg, 400 Meter (Stattegger Straße, VS Andritz), Planung und Neubau
  • Lastenstraße, 300 Meter (Bahnhofgrütel bis Peter-Tunner-Gasse), Planung und Neubau

Mehr Sicherheit für alle

Die vorangetriebene Verkehrswende macht Graz nicht nur lebenswerter, sondern auch sicherer. Mit den neuen Planungen werden Stellen mit hohem Konfliktpotential entschärft, so etwa auch der Kaiser-Franz-Josef-Kai. Außerdem wird die Verkehrspyramide umgedreht. Das Auto soll nicht mehr an erster Stelle stehen, sondern nach Fußgänger*innen, Radfahrer*innen und öffentlichem Verkehr gereiht sein. Vizebürgermeisterin Judith Schwentner: “Aktive Mobilität hat künftig Priorität, Radwege werden nie auf Kosten des öffentlichen Verkehrs oder auf Kosten von Fußgängern gebaut.”

Redaktion Die Grazer Grünen
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