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03.12.2025 News

Startschuss für die neue Straßenbahnlinie 8

Graz wächst – und mit der neuen Straßenbahnlinie 8 wächst auch die Verbindung zwischen den Stadtteilen. Der geplante Ausbau schafft eine starke, klimafreundliche Öffi-Achse quer durch den Westen der Stadt. Damit wird das tägliche Leben für Zehntausende Menschen leichter, schneller und verlässlicher.

Im Dezember-Gemeinderat 2025 soll der Planungsbeschluss fallen. Ab diesem Moment beginnt die konkrete Ausarbeitung eines Zukunftsprojekts, das den Nordwesten und Südwesten von Graz enger miteinander verbindet. 5,37 Millionen Euro stellen Stadt Graz und Holding Graz gemeinsam für die Planungen von 2026 bis 2029 bereit – ein deutliches Zeichen für moderne und klimafreundliche Mobilität.

Eine Linie, die Graz verbindet

Im Vollausbau soll die Linie 8 neue Wege öffnen:

Von Gösting über Lendplatz, Volksgartenstraße und Roseggerhaus weiter über Radetzkystraße, Griesplatz, Karlauer Gürtel, Citypark, Don Bosco und Reininghaus bis nach Straßgang.

Eine Strecke von rund 12,6 Kilometern, davon ganze 11 Kilometer neu gebaut – ein echter Meilenstein für das Grazer Öffi-Netz.

Diese neue Verbindung schafft erstmals eine durchgehende, leistungsstarke Mobilitätsachse im Westen – dort, wo die Stadt am stärksten wächst und besonders viele Menschen unterwegs sind.

Erste Ausbaustufe: Zwei Schlüsselprojekte starten gleichzeitig

Um rasch voranzukommen, werden zwei wichtige Abschnitte parallel geplant:

Innere Nord-West-Linie (NW1) – vom Roseggerhaus bis Fröbelpark

 

  • ca. 2,1 km Strecke
  • Anbindung von Lendplatz, Wohn- und Arbeitsgebieten
  • Mischverkehr, zwei neue Mühlgang-Brücken
  • Wendeschleife rund um die Modellschule

 

Süd-West-Linie 2 (SW2) – vom Karlauer Gürtel bis Reininghaus

 

  • rund 2 km Strecke
  • Führung über Herrgottwiesgasse und Citypark zum Knoten Don Bosco
  • Unterführung unter der Südbahnstraße
  • Weiterführung bis Jochen-Rindt-Platz (Reininghaus)

 

Bis 2028 liegen die Fach- und Einreichplanungen vor, anschließend folgt die Ausschreibung.
2030 soll gebaut werden – 2033 gehen die ersten Abschnitte in Betrieb.

Rückgrat für wachsende Stadtteile

Die Linie 8 stärkt besonders jene Bezirke, in denen viele neue Wohnungen, Schulen und Arbeitsplätze entstehen. Sie verbindet die Knoten Gösting, Don Bosco und Wetzelsdorf und bringt spürbare Entlastung für bestehende Linien.

Schon in der ersten Ausbaustufe soll zwischen Fröbelpark und Reininghaus im Frühverkehr ein 6-Minuten-Takt angeboten werden – ein großer Gewinn für alle Pendler:innen im Westen.

Ein Beitrag zur klimafreundlichen Stadtentwicklung

Die Linie 8 setzt zentrale Bausteine des Mobilitätsplans 2040 um. Sie:

 

  • stärkt klimafreundliche Verkehrsangebote
  • entlastet zentrale Knoten und bestehende Straßenbahnlinien
  • bietet direkte Anschlüsse an die S-Bahn
  • macht wachsende Stadtteile gut erreichbar
  • unterstützt die klimabewusste Entwicklung entlang der Mur

 

Mehr Öffis bedeuten weniger Stau, weniger Lärm, weniger CO₂ – und mehr Lebensqualität für alle Grazer:innen.

Finanzierung und nächste Schritte

Die Planungsphase stemmen Stadt Graz und Holding Graz gemeinsam. Für die Errichtung der ersten beiden Abschnitte liegen Grobkosten vor:

 

  • 72 Millionen Euro für die Innere Nord-West-Linie
  • 93,5 Millionen Euro für den Abschnitt Citypark – Don Bosco – Reininghaus

 

Parallel beginnen Gespräche mit Land Steiermark und Bund, um eine starke finanzielle Unterstützung wie bei früheren Straßenbahnprojekten zu erreichen.

Begleitend entsteht ein umfassendes Informationskonzept, damit Anrainer:innen, Bezirksräte, Wirtschaft und Institutionen entlang der Trasse über jeden Schritt am Laufenden bleiben.